FDP will Rente ab 60

Rente mit 67, Rente mit 65, Rente mit 69 und Rente mit 35. Immer wieder gibt es Vorschläge von Politikern oder Verbänden, die eine Anhebung oder Absenkung des Renteneintrittalters fordern.

Jetzt stößt die FDP mit einem Vorschlag vor, in dem sie die Einführung der Rente ab 60 fordert. Noch in diesem Jahr soll die staatlich geförderte Altersteilzeit beerdigt werden. Die FDP fordert mit der Rente ab 60 einen adäquaten Ersatz für die bisherige Regelung. Weiter schlug die FDP vor, dass künftig jeder Arbeitnehmer ab 60 die Möglichkeit haben solle, sich für eine Teil- oder Vollrente zu entscheiden. Außerdem müssten die Hinzuverdienstgrenzen der Rentner gelockert werden oder wegfallen.

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Rente mit 69?

Na was soll das denn jetzt schon wieder? Die Deutsche Bundesbank schlägt angesichts der Wirtschaftskrise vor, das Renteneintrittsalter auf 69 Jahre zu erhöhen. Erst kürzlich wurden Stimmen laut, die genau das Gegenteil forderten: Die Rücknahme der Rente mit 67.

Der Vorstoß der Bundesbank provozierte sogleich heftige Proteste von Politikern, Sozialverbänden und Gewerkschaften. Die Bundesbank hält es für unausweichlich, dass das Rentenalter bis 2060 auf 69 Jahre angehoben wird.

Was ein Fressen für die Wahlkampfbüros… Die ersten Politiker haben sich sofort zu Wort gemeldet. Anstatt die Bevölkerung zu verunsichern, sollte die Bundesbank lieber „ihr Kerngeschäft erledigen und sich um die Sicherheit des Bankensystems kümmern“, so Grünen-Chefin Renate Künast. Ähnlich äußerte sich FDP-Generalsekretär Dirk Niebel und Bundesarbeitsminister Olaf Scholz.

Sozialverbände und Gewerkschaften sprechen von dem „dümmsten Vorschlag der letzten Jahre“ und von „Raubbau an der Gesellschaft“.

Die Bundesbank dagegen argumentiert mit neueren demografischen Annahmen. Die Anhebung der Altergrenze sei „eine geeignete Maßnahme, wenn die Rentenphase in Relation zur Erwerbsphase nicht stetig zunehmen soll“. Eine Anhebung des Renteneinstiegsalters würde eine kontinuierliche Steigerung der Ausgaben und Beiträge aufgrund der höheren Lebenserwartung abfedern.

Angesichts solcher Vorschläge könnte man wirklich denken, dass man nicht arbeitet um zu leben, sondern nur noch lebt um zu arbeiten. Ein toller Spruch für das Poesiealbum, den wir besser alle an unsere Kinder weitergeben sollten…

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Kippt Rente mit 67?

Wie Bild.de berichtet, soll die schrittweise Einführung der Rente mit 67 möglicherweise kippen.

Grund dafür sei die anhaltende Wirtschaftskrise, steigende Arbeitslosenzahlen und die schlechten Karten älterer Menschen auf dem Arbeitsmarkt. Erste Politiker, darunter SPD-Bundestagsabgeordneter Florian Pronold, zweifeln aus diesem Grund an der Einführung der Rente mit 67. Pronold äußerte sich gegenüber der Bild: „Ich gehe davon aus, dass die Rente mit 67 wegen steigender Arbeitlosenzahlen in der Wirtschaftskrise nicht in Kraft treten kann. Denn schon jetzt ist abzusehen, dass die im Gesetz vorgeschriebene Überprüfung ergeben wird, dass Ältere auf dem Arbeitsmarkt immer schlechtere Chancen haben. Wir müssen diese Überprüfungsklausel ernst nehmen und gegebenenfalls reagieren.

Doch auch gegen die Aufweichung der Rente mit 67 werden bereits Stimmen laut. CDU-Politiker Karl-Josef Laumann sprach sich gegen eine Abkehr von der geplanten Steigerung des Renteneintrittalters von derzeit 65 auf 67 Jahre aus, um Unternehmen und Betriebsräten nicht neue Möglichkeiten für den Vorruhestand zu geben. „Wir müssen jetzt ganz klar sagen, dass wir uns da nicht bewegen.

Es gäbe auch andere Wege und Mittel, ältere Menschen in Beschäftigung zu halten, als die Abkehr von der Rente mit 67. Die Krise am Arbeitsmarkt werde nicht ewig dauern. Zudem sorge die schrittweise Anpassung des Renteneinstiegsalters zwischen 2012 und 2029 für einen gleitenden Übergang.

Dennoch sieht das 2007 beschlossene Gesetz eine regelmäßige Überprüfung vor, ob die Erhöhung der Altersgrenze unter Berücksichtigung der Arbeitsmarktlage sowie der wirtschaftlichen und sozialen Situation älterer Arbeitnehmer weiterhin vertretbar ist.

Kritiker wie Pronold und weitere SPD- und Linke-Abgeordnete berufen sich auf eben diese Klausel und betonen, dass die Rente mit 67 unter den aktuellen Gegebenheiten nicht mehr zumutbar sei. SPD-Frau Ursula Engelen-Kefer sagte der Bild: „Es wäre wirtschaftliches, soziales und politisches Harakiri, in dieser schlimmsten Wirtschaftskrise seit den 30er-Jahren, an der Rente mit 67 festzuhalten.

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